Pankratius - Böllerschützen Anröchte e.V.

 


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 Der Patriot Lippstadt berichtet am 10.09.2012

 
 
Geburtstagsgrüße der besonders lauten Art

Anröchte- Stille herrscht auf dem großen Feld außerhalb Anröchtes, nur die Stimme des 1. Böllerkommandanten Paul Orths schallt über die leere Ackerfläche. Langsames Reihenfeuer kündigt er an und in der Ferne verpufft lautlos eine helle Wolke, die majestätisch als Säule in den Himmel wächst. Erst eine Sekunde später erreicht die Zuschauer am anderen Ende des Feldes der Lärm der altertümlichen Kanone.

In gleichmäßigen Abständen entweichen aus den aufgereihten Geschützen Rauchschwaden. Wie ein gewaltiger Riese, der stampfend eine Wegstrecke zurücklegt, kommt das Krachen der Kanonen immer näher, bis ganz am Ende der Reihe, vielleicht 20 Meter entfernt, das letzte Geschütz entzündet wird. Es schleudert den Gästen ein ohrenbetäubendes Krachen entgegen, die Erde vibriert und die mächtige Kanone wird mit einem Ruck gut fünf Meter nach hinten geworfen. Das vorher noch friedlich wirkende Feld ist keine Minute später in eine dichte Nebelwolke gehüllt, und nachdem der letzte Donner verhallt setzt der Applaus der Zuschauer des 2. Anröchter Böllerschützen- und Kanoniertreffens ein.

Am Samstag feierten die Pankratius-Böllerschützen aus Anröchte ihr zehnjähriges Bestehen und hatten dazu 35 Vereine eingeladen. Dem Ruf waren 385 Schützen aus ganz Deutschland mit ihren Kanonen, Hand- und Schaftböllern gefolgt und boten mit ihren altertümlichen Uniformen und Kostümen ein einzigartiges Schauspiel.

„Man kann die einzelnen Kanonen am Klang erkennen und den Vereinen zuordnen“, beeindruckte Harald Knorr mit seinem Fachwissen. Zusammen mit einem Kameraden bediente der Anröchter Böllerschütze eine rund 150 Kilogramm schwere Replik einer preußischen Kanone aus der Zeit Napoleons. Gleich nebenan lud das Team der „Sturmtagskanoniere Belecke“ mit 40 Gramm eines speziellen Böllerpulvers seinen Drilling, ein Geschütz mit gleich drei Läufen. „Ich glaube aber nicht, dass mit so einem Gerät früher tatsächlich während einer Schlacht geschossen wurde“, verriet Vereinsmitglied Siegfried Schmölz.

Im Anschluss an das klanggewaltige Platzschießen wurde der runde Geburtstag im Bürgerhaus gefeiert, wo der stellvertretende Anröchter Bürgermeister Karl Schmidt in seiner Grußrede die Initiative von sechs Personen lobte, die vor zehn Jahren die jahrhundertealte Tradition des Böllerns in Anröchte wiedererweckten. Kreis-Ehrenoberst Karl-Heinz Benteler betonte, dass die Zahl der befreundeten Vereine den Stellenwert der Böllertradition unterstreicht. Und Eberhard Schultz, Präsident des Arbeitskreises Nordbayrischer Böllerschützen, freute sich zu sehen, dass „jenseits des Weißwurst-Äquators diese Tradition auch außerhalb Oberbayerns bestand hat“. - so

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Letzte Änderung : 12.09.12 05:07